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  • Martin Bandera

Wanderfahrt der Jungen und Junggebliebenen

Unser Erstlings-Wanderruderer Björn berichtet:

Zum ersten Mal sollte es auf die Donau gehen, um gemeinsam mit 19 anderen Ruder*innen stromabwärts vom Ruderverein Allemannia in Korneuburg nach Hainburg zu rudern. Nachdem das Verladen der Boote am Freitagnachmittag mit vielen fleißigen Händen rasch erledigt war, hieß es am Samstag pünktlich um 6:45 Uhr mit dem Wassern der Boote zu beginnen.

Allein das Heruntertragen der Boote zum Steg in Korneuburg war schon ein Erlebnis, nachdem es dort recht steil zum Steg am alten Werftarm hinunter geht. Die erste Aufregung verdaut, ließ das Einfahren in den Strom bei recht hohem Wasserstand der Donau den Puls schon wieder steigen. Unser erfahrener Steuermann Walter Vogel hat uns aber dann natürlich sicher (und pünktlich) zum ersten Höhepunkt der Wanderfahrt, der Nussdorfer Schleuse, navigiert. Vier Boote mit vier verschiedenen Wegen, in den Vorbereich der Schleuse einzufahren – teils souverän im „Schuss“ (Josef Bertagnoli mit seiner Familienbesatzung) oder eher spannungsgeladen, den letzten Millimeter ausnutzend, mit scharfer Kehre (Norbert Sollinger, der sich von seiner stets gut gelaunten und unterhaltenden Jugendcrew chauffieren ließ). Nach einem dreifachen „Hipp Hipp – Hurra“ für unseren Schleusenwart ging es rasant durch den Donaukanal, um kurz nach der Mündung in die Donau auf „einer idyllischen Landzunge“ eine erste Pause einzulegen. Da von der Landzunge durch den hohen Wasserstand selbst wenig zu sehen war, haben wir es im Schatten der Bäume aber auch recht gut ausgehalten. Nachdem es aber doch darum ging, in Hainburg anzukommen, mussten wir wohl dieses Urwald-Naturerlebnis beenden, um weiter gemütlich durch die Landschaft zu cruisen. Von erfahrenen Wanderruder*innen habe ich mir sagen lassen, dass wir allerdings mit Topspeed (1:28er Zeit) zur zweiten Pause in Orth gesprintet sind.

Die Boote gut gesichert, haben wir uns mit isotonischen Getränken für die letzte Etappe gestärkt und nach kurzer Zeit war schon die Hainburger Donaubrücke zu sehen. Ein wirklich schönes Erlebnis, nicht nur wegen des Panomaras, sondern weil in diesem Moment die Schmerzen in den wunden Fingern und dem verbrannten Nacken schlagartig aus Erleichterung (und Stolz, dieses Erlebnis mit- und überlebt zu haben) verschwunden waren. Rasch waren dann die Boote wieder verladen und es ging zurück nach Wien, ein kurzes Schlaferl während der Fahrt inklusive. Zurück im WRK Donau waren wieder alle Hände schnell am Werk, um die Reste der Donau abzuwaschen und blitzsaubere Boote in die Halle zu legen. Diese, für mich erste, Wanderfahrt war definitiv ein lohnendes Erlebnis und ich hoffe auf ein nächstes Mal.

Vielen Dank an Josef für die Organisation und Hut ab vor unserer Jugend, die uns während der Wanderfahrt immer wieder gesanglich unterhalten und bei allen Vor- und Nachbereitungen, inkl. Boote schrubben, kräftig mit angepackt hat.

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WIENER RUDERKLUB DONAU 1889

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