7 Tage - 1659km - Spaß und Rudern im Salzkammergut

21 Aug 2017

Das bezwingen von Seen und allerhand Wasserwegen hat sich in den vergangenen Jahren bei einigen Donauesen als große Leidenschaft entwickelt. Und so machten sich auch dieses Jahr Thomas K., Thomas N., Elisabeth, Charly, Silvia, Barbara, Andrea, Sabrina, Birdy und David geleitet vom Präsidenten auf den Weg ins Salzkammergut um die hiesigen Seen zu berudern. Wie immer galt, alle beruderten Seen müssen auch bebadet werden, was besonders Thomas sehr wörtlich nahm.....

 

Samstag: Der Mondsee zeigte sich im West-Teil doch recht wellig und auch der eine oder andere kleine Regenschauer nieselte auf uns herab. Aber am ersten Tag ließen wir uns davon natürlich absolut nicht beeindrucken. Als wir in Mondsee anlegen wollen um auf ein Eis zu gehen, sind wir etwas verwirrt.... Der Steg ist weg..... Naja, es stellte sich heraus, dass er einfach unter Wasser lag, was es für unsere Augen aber auch für überquerende Enten durchaus verwirrend machte... Eis essen und wieder zurück zum See-Wirt. Erste 22km verbucht!

 

Sonntag: Birdy ist Samstag Abend zu uns gestoßen und wartet natürlich als erster in St. Gilgen auf die Boote. Es wird aufgeriggert und los gehts auch schon. Die Melk und die Traisen liefern sich ein episches Rennen um die meisten Meter (festgehalten mit 2 Stück SpeedCoach). Und endlich ist es so weit. Ein Traum von Elisabeth geht in Erfüllung und sie rudert, die Lieder des Klamaukstücks auf den Lippen, am Weißen Rössel vorbei. In Strobl gibts Essen, bevor wir gestärkt die Rückfahrt antreten. Martin erweist sich am Steuer als besserer Buchtenausfahrer als David in der Melk und so wächst der Meter-Vorsprung der Traisen. Doch die Melk heckt einen teuflischen Plan aus. Während die Traisen bereits in St. Gilgen anlegt, biegt die Melk nochmal ab und zieht weitenmäßig an der Traisen vorbei. Bammmmm: 25km auf das Konto.

 

Montag: Wird uns unser de ja vue ereilen?  Vor zwei Jahren erlitt die Melk am Nordteil des Attersees Schiffbruch und versank in den Wellen. Und auch heute ist durchaus Wind angesagt. Deshalb ist der Plan, gar nicht lange rumzufackeln und gleich ohne Pause durchzufahren. Birdy versucht uns zu suggerieren, dass der Attersee durchaus auch an einem Tag als ganzes befahren werden kann, was die meisten eher skeptisch sehen :-). In Seewalchen angekommen frischt der Wind auch tatsächlich auf. Aber nicht die Melk ist es die dieses mal in Nöte gerät. Sie sticht durch die Meterhohen Wellen während die Traisen immer mehr Wasser im Boot sammelt. Es wird fleißig geschöpft, und kurzzeitig sieht es nach einem neuerlichen Sinken eines Donaubootes auf dem Attersee aus. Aber die Traisen kämpft tapfer und kommt durch. An Land angekommen sieht auch Birdy ein, dass eine Weiterfahrt heute keinen Sinn hat. Trotzdem: 24km Yeah!

 

Dienstag: Heute ist der Attersee handzahm und wir queren wieder den See, um danach nach Süden abzubiegen (inkl. Segelbootausblick, der den Rest der Woche für DEN Runninggack der Woche sorgen sollte). Wir kommen ausgezeichnet voran, legen an der Kiesbank kurz vor Unterach an um Mittag zu machen und zu schwimmen, um wohlbehütet wieder am Ausgangspunkt anzukommen. 27km Check!

Aber Birdy wäre nicht Birdy, wenn das genug wäre. Und so steigen, Sabrina, Thomas K., Barbara und David nochmal mit ihm ins Boot.... "Nur nu a hoibe Stund Richtung Norden und wieder zruck...." Das Boot läuft gut, nach 6km setzen wir zu Wende an.... "Oba I sog eich, des geht an am Tog...." Wir stimmen zu, aber heute nicht.... und nochmal 12km abgespult

 

Mittwoch: Es ist mieses Wetter angesagt. Aber wir lassen uns nicht abhalten. Es geht Richtung Hallstättersee, der angeblich ja doch recht klein ist. Wir setzen in Steeg ein und werden mit einem Menschenleeren, spiegelglatten und tiefschwarzem See belohnt. Einfach nur traumhaft. Erst als wir uns Hallstatt nähern treffen wir auf die ersten Asiaten in Elektrobooten. In Obertraun gehen wir im Strandbad auf ein Eis. Dann doch ein Paar Tropfen von oben, doch nur kurz. und so quetschen wir selbst aus dem Hallstättersee 20km raus. Es läuft.

 

Donnerstag: Carola vom Gmundner RV erwartet uns am Traunsee mit deren C8er. Bei traumhaftem Wetter und spiegelglattem See (ja der Traunsee kann glatt sein, auch wenn man es sich als Master-Meisterschaftsruderer kaum vorstellen kann) ziehen wir unsere Linie in den See. Bei jeder kurzen Pause erklärt uns Carola die Welt des Traunsees. Wir lauschen artig und nutzen die Pause um unsere Popos zu entlasten, die mittlerweile doch schon etwas schmerzen. Nachdem wir sicher wieder den Verein erreicht haben stärken wir uns über das Essensloch und genießen das kühle Nass. Vielen lieben Dank an den Gmundner RV und ganz speziell an Carola. 33km, das kracht....

 

Freitag: Unsere Boote sind mittlerweile wieder in Wien angekommen (Danke Martin) und wir heuern bei den Mondseeern an um uns Boote zu leihen. Wir machen eine ganze Mondseerunde... Das sind 22km.... hmmmmmmm..... Sabrina beginnt zu rechnen.... 2x2 macht 4 widewide...... hmmmm.... Endergebnis 185 km..... "Das geht nicht, David.... Wir müssen nochmal raus...." Die 200km müssen fallen. Also wird Thomas N. kurz und bündig zwangsverpflichtet uns nochmal im "Schneewittchen" zu begleiten. Die erste Länge läuft gut, noch sind alle recht frisch. Doch nach der Wende und Seeüberquerung wirds zäh und echt heiß..... immer öfter pausieren wir..... Jammern über den Po und lachen über unsere nicht mehr vorhandene Körperspannung... Als wir bei km 15 die 200km Marke durchbrechen gibts ne kleine Party auf dem Boot. Nur noch 1km bis zum Steg.... geschafft. Weitere 16km am Konto und somit 201km gesamt für David und Sabrina. 

 

Noch einmal gut Essen und während des Sturmes im warmen Bett schlafen. Am Samstag machen wir uns auf nach Wien. Im Gepäck haben wir 1659km auf 5 Seen, schöne Erinnerungen und einige Blasen auf den Händen. 

 

Super wars.... Auf ein Neues im Jahr 2018

 

Danke an alle, die dabei waren, und besonders an Martin fürs organisieren.....

 

 

 

 

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